Die Generation Y und Z – unbekannte Wesen in der Asset Management Industrie?

Ein Blick auf die Generation Y und Z, also die Millenials (25–40 Jahre) und Post-Millenials (< 25 Jahre), offenbart einer Studie von BUX (europäischer Neobroker) zufolge, was in Bezug auf deren Anlageverhalten eine Rolle spielen mag. Wir alle kennen die Namen Joe Biden und Elon Musk – beide gelten als „Influencer“ für Anlageentscheidungen; die Medien sind Podcasts, YouTube und wahrscheinlich Twitter. Folgt man dieser Studie, dann legt die Mehrzahl der Y/Z – Generation Wert darauf, Anlageentscheidungen autark zu treffen und sich nicht beraten zu lassen. Die Auswahl der Anlagen – bei beiden Gruppen sehr ähnlich – wird von Innovation und Nachhaltigkeit, wie auch Dividendentiteln geprägt.

Verwundern mag, dass der Name Shell als Investition bei beiden unter den genannten Prämissen steht; hier steht wohl eher die Dividende im Vordergrund und der Bezug zu fossilen Brennstoffen drängt in den Hintergrund. ETFs die breit streuen, wie auch auf Innovation und Technik ausgerichtete spielen eine große Rolle. Es verwundert auch wenig, dass in der Direktanlage NIO, Tesla und Apple in den ersten 15 Positionen auftauchen. Das Geschäft über beide Gruppen ist in den letzten Monaten bei der Plattform BUX um mehr als 110 % und damit signifikant gewachsen.

Eine Umfrage der tecis Finanzdienstleistungen AG unter der Gruppe Generation Y und Z in Deutschland zeigt allerdings gegenläufig, dass gut 60 % für eine Anlageentscheidung den klassischen Berater bevorzugen und dann über 40 % ihre Entscheidung danach ausrichten. Aus diesem Grund werden Transparenz und umfassende Beratung erwartet. Etwas anders als BUX sieht tecis somit bezogen auf Deutschland eine wichtige Rolle immer noch beim Berater. Schaut man sich die unterschiedlichen Geschäftsmodelle der beiden Firmen an, dann mag die selbsterfüllende Prophezeiung vielleicht Teil der Interpretation von Umfrage und Statistik sein.

Generell kann beobachtet werden, dass unter 5.000 befragten Bundesbürgern über 18 Jahren immerhin 63 % Interesse an einer Kapitalanlage haben. Allgemein herrscht im Markt die Meinung vor, dass Fonds immer noch verkauft und nicht automatisch gekauft werden. Folgt man jedoch der angesprochenen Studie, dann lassen sich 56 % der Anlagekunden nicht mehr beraten (Selbstentscheider) und von den restlichen 40 % verlässt sich nur ein kleiner Teil komplett auf einen Berater. Mögliche Gründe sind fehlendes Vertrauen (44 %) oder das Selbstbewusstsein (25 %), es selber doch am besten zu können und sich am besten zu kennen. Daneben bietet das Internet alle Möglichkeiten der Informationsbeschaffung.

Trotzdem befinden wir uns in einem weiterhin interessanten Markt, der auch weiter wachsen wird. Die entscheidende Kernfrage aber wird sein, wie bildet sich der Berater weiter und wie kommuniziert er, damit er den Ansprüchen der (neuen) Kunden gerecht wird und glaubwürdig wahrgenommen wird?

Vertrauen entsteht durch Kompetenz. Daher bieten wir nach wie vor unsere Seminare an, in denen wir Berater fit machen für die Fragen der Kunden – zumindest in Bezug auf die Kapitalmärkte und unsere Produkte. Die neuen Medien spielen offensichtlich eine immer größere Rolle als Kommunikationszugang; achten Sie auf unsere Podcasts und Aufzeichnungen. Diese helfen Ihnen Markt- und Produktzusammenhänge zu erkennen und in Richtung Ihrer Kunden sprachfähig zu bleiben.

Frankfurt, 13. April 2022


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